Customer Service powered by GREYHOUND
Handbuch

AI MCP

Mit AI MCP verbindest du Claude direkt mit Customer Service powered by GREYHOUND. Claude greift dann auf die gesamte Kundenhistorie zu: E-Mails, Dokumente, Verträge, Rechnungen, Notizen und Dateien, verknüpft pro Kontakt.

AI MCP basiert auf dem Model Context Protocol (MCP), einem offenen Standard, über den KI-Tools auf externe Systeme zugreifen. Wir konzentrieren uns aktuell auf Claude. Grundsätzlich funktioniert AI MCP auch mit anderen MCP-fähigen KI-Tools.

Lesen und Schreiben

Claude kann in Customer Service lesen und, je nach Paket, auch schreiben.

  • Lesen ist alles, was mit “Zeig mir”, “Sag mir” oder “Suche nach” beginnt.
    Beispiel: “Welche Kunden waren in den letzten 12 Monaten am unzufriedensten?”
  • Schreiben heißt: Claude handelt direkt in Customer Service.
    Beispiel: “Beantworte die Reklamation von Müller GmbH und weise den Fall dem Team Retouren zu.”

Was Claude sehen und tun darf, steuerst du über den Benutzer in Customer Service, dessen API-Token du verwendest. Claude hat nie mehr Rechte als dieser Benutzer.

AI MCP Pakete

PaketEmpfohlene Rechte
AI Explorer MCPItems lesen, Textbausteine lesen, Gruppen, Themen und Farben lesen, Signaturen und Templates lesen
AI Supervisor MCPalle Rechte des Explorers und zusätzlich Items bearbeiten

Hast du das AI Pack gebucht, ist AI Explorer MCP darin ohne Aufpreis enthalten.
Ohne AI Pack buchst du AI Explorer MCP oder AI Supervisor MCP einfach einzeln.

Einzeln gebucht kosten beide Pakete einen monatlichen Pauschalpreis, unabhängig von der Anzahl deiner Benutzerlizenzen. Es gibt kein Aktionslimit. Preise und Buchung findest du hier.

Voraussetzungen

  • AI Explorer MCP (einzeln gebucht oder im AI Pack enthalten) oder AI Supervisor MCP
  • Customer Service powered by GREYHOUND ab Version 5.6.28 build 5098
  • die Desktop-App von Claude (Download bei Anthropic)
  • ein Benutzer in Customer Service mit API-Token

Schritt 1: AI MCP herunterladen

  1. Lade die für dich passende Version von AI MCP hier herunter:
  2. Speichere die Datei lokal in einem beschreibbaren Benutzer-Ordner, z. B. unter C:\Users\MaxMustermann\
  3. Merke dir den vollständigen Pfad zur Datei. Du brauchst ihn in Schritt 4.

Schritt 2: Benutzer für Claude festlegen

Claude arbeitet mit den Rechten des Benutzers, dessen API-Token du einträgst. Wir empfehlen einen eigenen Benutzer für Claude.

  1. Öffne in Customer Service Einstellungen > Benutzerverwaltung.
  2. Lege einen neuen Benutzer an, z. B. mit dem Benutzernamen „ghapi“ und dem Anzeigenamen „API-Benutzer“.
  3. Vergib ein sicheres Passwort.
  4. Weise die Rechte passend zu deinem Paket zu:
PaketEmpfohlene Rechte
AI Explorer MCPItems lesen, Textbausteine lesen, Gruppen, Themen und Farben lesen, Signaturen und Templates lesen
AI Supervisor MCPalle Rechte des Explorers und zusätzlich Items bearbeiten

Sicherheitshinweis
Vergib nur die Rechte, die Claude wirklich braucht.
Bereiche, auf die der Benutzer keinen Zugriff hat, sieht Claude nicht.

Schritt 3: API-Token erstellen

Melde dich im Windows-Client von Customer Service mit dem Benutzer aus Schritt 2 an.

  1. Öffne Einstellungen > Mein Benutzerkonto.
  2. Wechsle zum Reiter „API-Token“.
  3. Klicke auf „Neuen API-Token erstellen“.
  4. Gib einen Anwendungsnamen ein, z. B. „Claude“.
  5. Kopiere den Token mit dem Icon rechts in die Zwischenablage.
  6. Schließe das Fenster mit OK.

Schritt 4: Claude konfigurieren

  1. Öffne die Desktop-App von Claude.
  2. Öffne Einstellungen > Entwickler und klicke auf „Konfiguration bearbeiten“. Claude zeigt dir die Datei claude_desktop_config.json an.
  3. Öffne die Datei in einem Texteditor. Du findest sie auch direkt unter:
    • Windows: %APPDATA%\Claude\claude_desktop_config.json
    • macOS: ~/Library/Application Support/Claude/claude_desktop_config.json
  4. Trag den Pfad aus Schritt 1 und deinen API-Token aus Schritt 3 ein:
{
  "mcpServers": {
    "greyhound": {
      "command": "[PFAD ZUR HERUNTERGELADENEN DATEI]",
      "env": {
        "[NAME DER TOKEN-VARIABLE]": "DEIN_API_TOKEN"
      }
    }
  }
}

Steht in der Datei schon ein Eintrag unter mcpServers, ergänze den Block greyhound dort, durch ein Komma getrennt. Unter Windows schreibst du jeden Backslash im Pfad doppelt, z. B. C:\\GREYHOUND\\ai-mcp.exe.

  1. Speichere die Datei.
  2. Beende Claude vollständig und starte die App neu. Unter Windows beendest du Claude über das Symbol in der Taskleiste, nicht nur über das Fenster.

Schritt 5: Verbindung testen

  1. Öffne einen neuen Chat in Claude.
  2. Prüfe im Menü der Konnektoren und Tools, ob „greyhound“ aufgeführt und aktiviert ist.
  3. Frag Claude: „Zeig mir die Server-Info von Customer Service.“

Claude fragt beim ersten Zugriff, ob es das Tool nutzen darf. Nach deiner Freigabe zeigt Claude die Server-Version und die Lizenzinformationen an. Dann funktioniert die Verbindung.

Beispiel-Prompts

ArtPrompt
LesenZeig mir alle offenen Reklamationen der letzten 14 Tage.
LesenFasse die Kommunikation mit Müller GmbH seit Januar zusammen.
LesenWelche Kunden haben sich mehr als dreimal über Lieferzeiten beschwert?
SchreibenWeise alle neuen E-Mails mit „Rechnung“ im Betreff dem Team Buchhaltung zu.
SchreibenSetz bei diesem Fall eine Wiedervorlage für Freitag und schreib eine Anmerkung dazu.
SchreibenBeantworte die letzte E-Mail von Müller GmbH mit dem Textbaustein zur Lieferzeit.

Häufige Fehler

FehlerUrsacheLösung
„greyhound“ erscheint nicht in ClaudeKonfiguration nicht geladen oder fehlerhaftPrüfen, ob die JSON-Datei gültig ist (Klammern, Kommas, doppelte Backslashes); Claude vollständig beenden und neu starten
Claude meldet, dass der Server nicht startetPfad zur Datei falschPfad in command mit dem Speicherort aus Schritt 1 abgleichen
Unauthorized oder Invalid tokenToken falsch oder abgelaufenToken neu kopieren oder in Customer Service einen neuen Token erstellen
Claude findet bestimmte Daten nichtBenutzer hat keine Rechte für diesen BereichRechte des Benutzers aus Schritt 2 prüfen
Invalid client id (Error 830)Sitzung nach Inaktivität abgelaufenClaude neu starten
Error 905Item vor einer Änderung nicht gesperrtSiehe Abschnitt „Locking“ unten

Sicherheitshinweise

  • Behandle API-Tokens wie Passwörter und gib sie nicht an Dritte weiter.
  • Nutze für Claude einen eigenen Benutzer.
  • Vergib diesem Benutzer nur die Rechte, die Claude braucht.
  • Die Datei claude_desktop_config.json enthält deinen Token. Teile sie nicht und lade sie nicht in Repositories hoch.

Hinweise für Entwickler

Funktionsprinzip

Customer Service stellt jede RPC-Methode 1:1 als eigenes MCP-Tool bereit. Auf MCP-Ebene gibt es keine zusätzliche Abstraktion oder Business-Logik. Die Berechtigungen entsprechen denen des verwendeten Benutzers.

Direktverbindung über HTTPS

Alternativ zur Desktop-App erreichst du den MCP-Server direkt unter https://<ServerUrl>/mcp. So bindest du Customer Service z. B. in Claude Code, n8n oder Cursor ein. Dafür braucht dein Server eine Subdomain mit gültigem SSL-Zertifikat:

  1. Lege bei deinem DNS-Provider einen A-Record an, z. B. greyhound.meinefirma.de, mit der IP-Adresse deines Servers. Die IP findest du im GCC unter Verträge > Hosting-Paket.
  2. Trag im GCC unter Verträge > Hosting-Paket die Subdomain als „Externer Hostname“ ein.
  3. Wähle „Let’s Encrypt Zertifikat automatisch generieren“ und „Alle Serverkomponenten“, trag eine E-Mail-Adresse ein und speichere. Port 80 muss für die Prüfung durch Let’s Encrypt erreichbar sein.

Die Authentifizierung läuft ausschließlich per Bearer-Token im Authorization-Header. Die Basic-Authentifizierung der RPC-API wird nicht unterstützt.

Authorization: Bearer <token>

Beispiel für eine .mcp.json in Claude Code:

{
  "mcpServers": {
    "greyhound": {
      "type": "http",
      "url": "https://greyhound.meinefirma.de/mcp",
      "headers": {
        "Authorization": "Bearer DEIN_TOKEN"
      }
    }
  }
}

Verwende die URL ohne Portangabe. Port 9000 nutzt das proprietäre RPCP-Protokoll des Windows-Clients und versteht weder HTTP noch MCP. Nutzt du Git, trag .mcp.json in die .gitignore ein, weil die Datei deinen Token enthält.

Einzelne RPC-Klassen laden

Über https://<ServerUrl>/mcp stehen alle RPC-Methoden als Tools bereit. Um die Initialisierung zu beschleunigen und die Zahl der Tools zu verringern, lädst du gezielt eine RPC-Klasse:

https://<ServerUrl>/mcp/<RpcClassName>

Beispiel: https://<ServerUrl>/mcp/RpcInfoLib stellt nur die Methoden der Klasse RpcInfoLib bereit.

Locking

Items müssen vor einer Änderung gesperrt werden:

  1. Item sperren (RpcItems_Lock)
  2. Änderung ausführen, z. B. SetUser, SetColor, SetTopic
  3. Item entsperren (RpcItems_Unlock)

Ohne Sperre antwortet der Server mit Error 905. Manche Methoden wie AddRemark geben die Sperre automatisch frei, andere wie SetUser nicht.