Goodwords / Badwords

Goodwords / Badwords stellen die einzige Möglichkeit dar, in die automatische Spambehandlung von GREYHOUND dauerhaft manuell einzugreifen. Sie können in bestimmten Situationen sinnvoll sein:

  • Wenn eine neue Spamwelle anrollt, dauert es immer ein wenig, bis sich die Spamfilter durch ihre Lernfunktion darauf eingestellt haben. Lässt sich die Spamwelle anhand eines typischen Textmusters eindeutig erkennen, kann es sinnvoll sein, ein entsprechendes Badword anzulegen, damit solche Nachrichten sofort als Spam aussortiert werden.
  • Wenn bestimmte Arten von Nachrichten auch durch Lernen nicht zuverlässig als Nicht-Spam erkannt werden und es ein eindeutiges Textmuster gibt, das sie kennzeichnet, dann kann man dieses Textmuster als Goodword festlegen. Dadurch werden alle Nachrichten mit diesem Textmuster automatisch als Nicht-Spam klassifiziert.

Sollten in einer Nachricht sowohl Goodwords als auch Badwords auftauchen, haben die Goodwords immer Vorrang, d. h. solche Nachrichten werden als Nicht-Spam klassifiziert, um mögliche “False positives” zu vermeiden.

Goodwords/Badwords festlegen

Ähnlich wie bei den Realtime Blacklists, kann man beliebig viele Goodwords und Badwords anlegen und verwendet dafür auch dieselben Einstellungen:

  1. Dazu wählt man im Menü des GREYHOUND-Client Einstellungen/Spamfilter Einträge/Badwords bzw. Goodwords. Damit öffnet man die Liste der Spamfilter-Einträge der gewählten Kategorie.
  2. Hier klickt man oben in der Symbolleiste auf die Schaltfläche Neuen Eintrag erstellen Strg + N oder der gleichnamige Befehl im Kontextmenü.
  3. Damit öffnet man einen Dialog zum Erstellen eines neuen Spamfilter-Eintrags. Hier ist die passende Option Badword bzw. Goodword auszuwählen.

  4. Dann tippt man bei Wert des Eintrages das Textmuster ein (dabei die nachfolgenden Hinweise beachten, wie man Goodwords und Badwords geschickt wählt).
  5. Abschließend klickt man auf OK, um den neuen Spamfilter-Eintrag zu erstellen.

Goodwords und Badwords geschickt wählen

Goodwords und Badwords sind mächtige Werkzeuge, da sie die Spambehandlung für einzelne Nachrichten quasi außer Kraft setzen. Sowie eines der festgelegten Textmuster in einer E-Mail enthalten ist, wird diese automatisch als Spam bzw. Nicht-Spam klassifiziert, egal wie der Inhalt ansonsten aussieht. Mit ungeschickt gewählten Texten kann man also auch einiges kaputtmachen. Deshalb sollte man bei diesen Funktionen nicht so sehr an einzelne Wörter denken, sondern eher an Textmuster. Würde man z. B. das Wort „eBay“ auf die Badwords-Liste setzen, verbannt man alle Nachrichten in die Spamhölle, in denen dieses Wort irgendwo enthalten ist (besonders ungeschickt, wenn man seine Geschäfte auch auf dieser Plattform abwickelt). Dabei ging es womöglich nur darum, die lästigen Phishing-Mails auszusortieren, die einen dazu überreden wollen, seine eBay-Zugangsdaten preiszugeben. Dafür wäre ein Textmuster mit mehreren Wörtern besser geeignet, das eine typische Formulierung solcher Mails enthält, wie z. B. “your eBay account could be suspended“.

Wo wird nach Goodwords und Badwords gesucht?
Neben dem eigentlichen Inhalt von Nachrichten berücksichtigt GREYHOUND die folgenden Felder bei der Suche nach Goodwords und Badwords:

  • Absender
  • Sender-Header
  • Antwort-An
  • Empfänger
  • CC
  • BCC
  • Organisation
  • ReturnPath-Header
  • Betreff

Auch Goodwords sollten möglichst spezifisch sein, um nicht zu viele Nachrichten zu erfassen. Textmuster im eigentlichen Sinn eignen sich dafür nur in sehr speziellen Fällen. Aber z. B. durch das Angeben einer E-Mail-Adresse als Goodword erreicht man, dass alle an diese Adresse gerichteten E-Mails grundsätzlich nicht als Spam behandelt werden. Wenn z. B. Nachrichten eines bestimmten Newsletters (vielleicht wegen darin enthaltener Werbung) regelmäßig als Spam klassifiziert werden, kann man die Absenderadresse des Newsletters als Goodword verwenden, um diese Fehlklassifizierung zu vermeiden.