Softphone

ACHTUNG
Das in GREYHOUND integrierte Softphone wird seit Q1/2019 nicht mehr weiter entwickelt. Die Funktion steht nur noch aus Gründen der Abwärtskompatibilität in GREYHOUND zur Verfügung. Bitte nutzt statt des Softphones die TAPI-Schnittstelle.

Das in GREYHOUND integrierte Softphone ermöglicht es, Telefongespräche via VoIP direkt aus GREYHOUND heraus zu führen. Ganz im Sinne des Unified Messaging ist dadurch auch dieser Kommunikationsweg voll integriert. Denn man kann so nicht nur komfortabel auf die in den Kontaktdaten hinterlegten Telefonnummern von Kunden und Geschäftspartnern zugreifen, sondern auch alle anderen Daten einschließlich der kompletten Kontakthistorie einsehen und nutzen. Außerdem kann auf diese Weise jedes durchgeführte Telefongespräch in Form einer Telefonnotiz in der Historie des Kontakts vermerkt werden. So ist auch später jederzeit nachvollziehbar, wer wann mit wem telefoniert hat und ggf. auch, was besprochen wurde. Darüber hinaus bietet das GREYHOUND Softphone die Option, das Gespräch direkt aufzuzeichnen und so für Nachweiszwecke zu archivieren.

Telefonie-Alternativen zum Softphone

Das Softphone ist perfekt in GREYHOUND integriert und benötigt nur ein Headset zur vollständigen Telefonie-Lösung. Aber es gibt auch Alternativen, mit denen sich GREYHOUND an andere Telefonie-Produkte anbinden lässt. So wird die standardisierte TAPI-Schnittstelle unterstützt, mit der sich beliebige Telefonie-Lösungen in Hard- oder Software einbinden lassen. Dazu wird lediglich ein passender Windows-Treiber auf dem GREYHOUND Client-PC benötigt. Das Einrichten und Verwenden der TAPI-Schnittstelle wird in einem eigenen Artikel beschrieben.

Das Softphone einrichten

Für das Verwenden des GREYHOUND Softphones benötigt man – neben dem Softwaremodul “Integration VoIP-Telefonie” – einen SIP-Telefonanschluss. Dieser kann über eine eigene Telefonanlage im internen Netzwerk realisiert werden oder über einen SIP-Provider, wie z. B. SIPGate, der einen entsprechenden Telefonanschluss direkt per Internet zur Verfügung stellt. GREYHOUND kann mit allen Providern bzw. Komponenten zusammenarbeiten, die das SIP-Protokoll (Session Initiation Protocol) unterstützen.

Diese Hardware wird benötigt

Beim GREYHOUND Softphone handelt es sich um eine reine Softwarekomponente, welche die ohnehin vorhandene Hardware nutzt. Der PC für den GREYHOUND Client benötigt nur einfache Standard-Audiohardware. Zum Führen der Telefongespräche empfiehlt sich ein Headset aus Kopfhörer und Mikrofon, sodass man die Hände frei behalten kann zum Schreiben / Tippen. Dieses Headset wird direkt in die entsprechenden Klinkenanschlüsse der PC-Audiohardware eingesteckt.

SIP-Zugangsdaten eingeben

Damit das Softphone verwendet werden kann, müssen einmalig die SIP-Zugangsdaten eingestellt werden. Hierzu benötigt man:

  • Die SIP-Telefonnummer
  • Die IP-Adressen von SIP-Registrar und SIP Outbound Proxy (die häufig identisch sind)
  • Login nebst Passwort für das Anmelden bei SIP-Server
  • Gegebenenfalls die Portnummern für die optimale Integration des Softphones in die SIP-Infrastruktur

Diese Angaben erhält man vom SIP-Anbieter bzw. beim Verwenden einer eigenen Telefonanlage vom lokalen Systemadministrator. Die Daten sind wie folgt einzugeben:

1. Mit Einstellungen/Mein Benutzerkonto ist das Benutzerprofil zu öffnen und hier in die Kategorie VoIP-Zugangsdaten zu wechseln. Wenn man diese Einstellungen für andere Benutzer vornehmen möchten, ist Einstellungen/Benutzer zu öffnen und dort das gewünschte Benutzerprofil auszuwählen.

2. In diesem Menü lassen sich die für die SIP-Verbindung erforderlichen Daten eingeben. Zu beachten ist, dass sich Login und Passwort auf den persönlichen VoIP-Zugang beziehen. Hier sind also nicht die GREYHOUND-Zugangsdaten anzugeben!

3. Mit der Schaltfläche Lokale VoIP-Audioeinstellungen unten rechts kann man die Klangqualität der Sprachverbindung optimieren, aber darauf gehen wir im Folgenden noch ausführlicher ein.

4. Anschließend ist unten auf OK zu klicken, um die Einstellungen zu speichern.

Individuelle Porteinstellungen

Um das GREYHOUND Softphone in lokale Telekommunikationsinfrastruktur einzubinden und/oder eine fehlerfreie Kombination mit weiteren SIP-Clients zu gewährleisten, kann man die zu verwendenden Ports frei wählen. Dies gilt sowohl für den SIP Port selbst als auch für die dynamisch belegten RTP Ports, die man einem bestimmten Bereich zuordnen kann. So sollten sich Kollisionen mit anderen SIP-Clients effektiv vermeiden lassen.

Den SIP-Zugang testen

Hat man die SIP-Verbindung konfiguriert, sollte man am besten gleich einmal testen, ob der Zugang mit diesen Daten auch funktioniert und man erreichbar ist:

  1. Dazu ist das GREYHOUND Softphone zu starten. Das geht mit Funktionen/Softphone anzeigen bzw. etwas schneller mit dem Tastenkürzel [F4].
  2. Nun ist das mittlere Feld unten in der Statuszeile zu beachten: Es zeigt den aktuellen SIP-Server an. Wenn hier der konfigurierte Server steht, dann besteht eine Verbindung mit dem SIP-Server und man kann telefonieren bzw. ist erreichbar.
  3. Sollte hier aber die Meldung Keine Verbindung stehen, dann konnte der konfigurierte SIP-Server nicht erreicht werden. In diesem Fall sind bitte die Zugangsdaten zu überprüfen.
  4. Will man ganz auf Nummer sicher gehen, ruft man die SIP-Nummer einfach von einem anderen Telefon aus (z. B. per Handy) an. Wenn es klingelt, ist alles richtig konfiguriert.

Hinweis: Online vs. DND

In diesem Zusammenhang sollte man sich nicht von der Meldung ganz links in der Statuszeile des Softphones (oder auch des GREYHOUND Clients selbst) irritieren lassen, weil dort Online steht. Diese gibt nur an, wie man selbst seinen Erreichbarkeitsstatus gesetzt hat, also auf “erreichbar” (Online) oder “Bitte nicht stören” (DND – Do not disturb). Die Meldung “Online” bedeutet also nicht zwangsläufig, dass auch eine Verbindung zum SIP-Server besteht. Maßgeblich hierfür sind die Angaben im mittleren Feld der Statusleiste beim Softphone.

Die Audioqualität optimal einstellen

Für angenehmes Telefonieren ist die Sprachqualität von entscheidender Bedeutung. Das GREYHOUND Softphone bringt verschiedene Funktionen mit, um den Klang zu optimieren, damit man entspannte Gespräche führen kann. Auch wenn der PC über verschiedene Audiohardware verfügt oder man z. B. ein Headset mit eigener Audiohardware einsetzen möchte, sollte man einen Blick in die Audioeinstellungen werfen.

  1. Zunächst ist das GREYHOUND Softphone zu starten ([F4]) und dort im Menü Funktionen/VoIP-Audioeinstellungen auszuwählen.
  2. Im so geöffneten Menü kann man oben bei Mikrofon bzw. Lautsprecher einstellen, welche Audiohardware verwendet werden soll. Dies ist insbesondere wichtig, wenn man ein spezielles Headset mit eigenen Audiohardware angeschlossen hat. Dessen Einträge ist hier auszuwählen, damit das Headset vom Softphone auch genutzt wird. Aber auch sonst kann es nötig sein, z. B. bei Lautsprecher den Kopfhörerausgang zu wählen, damit das Gespräch am Headset anstelle der normalen PC-Lautsprecher ausgegeben wird.
  3. Im Bereich Optionen kann man verschiedene Funktionen zur Klangoptimierung aktivieren. Generell empfiehlt es sich, das Softphone zunächst ohne diese Funktionen auszuprobieren. Nur wenn konkrete Einbußen bei der Klangqualität vorhanden sind, sollte man hier aktiv werden. Es ist am besten, immer nur eine der Funktionen einzeln auszutesten, um die Auswirkung genau wahrnehmen zu können und so die optimalen Einstellungen zu finden:

Tipps:

  • Nimmt man selbst oder der Gesprächspartner am anderen Ende der Leitung ein Echo oder starkes Rauschen wahr, ist Echo/Rauschunterdrückung hinzu zu schalten.
  • Schwankt die Lautstärke der Gespräche zwischen verschiedenen Verbindungen unangenehm, ist die Automatische Steuerung des Eingangspegels auszuwählen. Das Softphone versucht dann, den Lautstärkepegel automatisch auszugleichen.
  • Kann ein Gesprächspartner einen schlecht verstehen, ist testweise die Mikrofonverstärkung zu aktivieren, die den Signalpegel des Mikrofons anhebt.

Im unteren Bereich Unterstützte Codecs findet man alle Codecs, die man mit dem Softphone nutzen kann. Üblicherweise handeln die an der Kommunikation beteiligten Komponenten automatisch untereinander aus, welcher Codec zum Einsatz kommen soll. Falls sich hierbei Schwierigkeiten ergeben und man den Einsatz eines ganz bestimmten Codecs erzwingen möchte, kann man alle anderen hier deaktivieren. Dann ist aber auch sicherzustellen, dass der verbleibende Codec auch tatsächlich vom SIP-Server unterstützt wird, sonst können keine Verbindungen aufgebaut werden.

Hintergrund: Automatischen Auswählen des Codecs

Es gibt eine Reihe von Audiocodecs (Kompressionsverfahren), die bei VoIP zum Einsatz kommen können. Das GREYHOUND Softphone beherrscht die wichtigsten, sodass immer ein passender dabei sein sollte. Welcher Codec konkret verwendet wird, machen Client (GREYHOUND Softphone) und Server (SIP-Server) unter sich aus. Sie vergleichen, welche Codecs jeder beherrscht und wählen einen aus, den beide verstehen. Dabei kann es durchaus Unterschiede geben: Bei einem ausgehenden Anruf entscheidet letztlich der Client, welcher Codec verwendet wird. Bei einem eingehenden Ruf ist es der SIP-Server, der das letzte Wort hat. Dadurch kann es Unterschiede zwischen ein- und ausgehenden Rufen geben, z. B. bei der Audioqualität. Durch Einschränkungen, welche Codecs das GREYHOUND Softphone verwenden darf, kann man die automatische Codec-Auswahl beeinflussen und das Ergebnis optimieren.

Telefonate mit dem Softphone führen

Wenn das Softphone erfolgreich eingerichtet und aktiviert ist, kann man jederzeit Telefongespräche führen, solange der GREYHOUND Client läuft. Abhängig vom Online-Status ist man dabei auch jederzeit unter der VoIP-Telefonnummer erreichbar. Das Softphone selbst muss dazu übrigens nicht geöffnet sein. Es reicht, dass der GREYHOUND Client geöffnet (ggf. auch minimiert) und mit dem GREYHOUND Server verbunden ist.

Eingehende Anrufe entgegennehmen

Je nachdem, wie man GREYHOUND eingestellt hat, gibt es verschiedene Varianten, wie man von einem eingehenden Anruf erfahren und diesen entgegennehmen kann. Diese werden im Folgenden beschrieben.

Nur akustisches Signal

Unabhängig von allen anderen Einstellungen ertönt bei eingehenden Anrufen grundsätzlich ein Klingelton über das verwendete Wiedergabegerät, also in der Regel den Kopfhörer des Headsets. Wenn man ein solches Headset ohnehin ständig trägz, reicht diese Variante der Benachrichtigung aus. Allerdings sind dann je nach Situation folgende Schritte erforderlich, um das Gespräch anzunehmen:

  • Ist das GREYHOUND Softphone bereits geöffnet, kann man direkt dorthin wechseln.
  • Ist das Softphone noch nicht geöffnet, wechselt man zunächst zum GREYHOUND Client bzw. zeigt diesen auf dem Bildschirm an. Dann drückt man [F4], um das Softphone zu öffnen.

Benachrichtigung per Icon bzw. Hinweisfenster

Alternativ kann man eine visuelle Benachrichtigung aktivieren, bei der das GREYHOUND-Symbol im Infobereich animiert oder ein kleines Hinweisfenster unten rechts eingeblendet wird. So muss man das Headset nicht ständig tragen. Außerdem wird mit einem Klick auf das Hinweisfenster automatisch das Softphone angezeigt und nicht wie sonst der GREYHOUND Client.

Das Gespräch annehmen

Wird das Softphone angezeigt, kann man die Nummer des Anrufers erkennen. Ist diese Telefonnummer bei einem Kontakt in GREYHOUND hinterlegt, so wird automatisch auch der Name des Kontakts angezeigt. Mit den Tasten “Annehmen” und “Ablehnen” stehen einem die offensichtlichen Funktionen zum Anrufmanagement direkt zur Verfügung. Zusätzlich hat man aber auch schon vor dem Entgegennehmen des Anrufs die Möglichkeit, eine Telefonnotiz zu erstellen oder einen Blick in die Kontakthistorie des Anrufers zu werfen. Auf diese und weitere Funktionen während eines Gesprächs gehen wir im nachfolgenden Abschnitt ausführlicher ein.

Möglichkeiten während eines Telefonats

Während eines laufenden Telefongesprächs bleibt das Softphone eingeblendet und stellt verschiedene Funktionen und Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Mit den oberen Schiebereglern kann man für das Headset die Lautstärke von Mikrofon und Kopfhörer getrennt anpassen. (Bei Problemen mit der Klangqualität sind auch die dazu beschriebenen Einstellungen zu beachten.)
  • Mit Halten kann man eine Telefonverbindung kurzfristig “parken”, sofern diese Funktionalität vom SIP-Server unterstützt wird.
  • Um das Gespräch zu beenden, klickt man einfach auf Auflegen.
  • Mit Aufnahme starten kann man das laufende Telefongespräch mitschneiden.
  • Mit der Schaltfläche unten links kann man jederzeit eine Telefonnotiz zum laufenden Gespräch erstellen. Wichtige Daten wie Gesprächspartner, Dauer und Gesprächsstatus (Gespräch geführt) werden dabei schon automatisch eingetragen. Man kann die Telefonnotiz aber auch im Anschluss an das Telefonat in Ruhe anlegen.
  • Mit der Schaltfläche unten rechts öffnet sich die Historie des gerade angerufenen Kontakts. Das Softphone holt dazu den GREYHOUND Client in den Vordergrund und öffnet darin eine neue Listenansicht mit der Kontakthistorie. So sind alle relevanten Informationen zu einem Geschäftspartner immer schnell verfügbar.
  • Weiterhin kann man das Softphone jederzeit ausblenden und zum GREYHOUND Client oder auch einer anderen Anwendung wechseln. Die laufende Telefonverbindung wird dadurch nicht beeinträchtigt. Über den GREYHOUND Client und [F4] kann man das Softphone jederzeit wieder anzeigen lassen, um z. B. die Verbindung zu beenden.

Tastenfeld einblenden

Mit der Schaltfläche Tastenfeld kann man jederzeit ein klassisches Telefon-Tastenfeld einblenden. Dies kann auch während einer Telefonverbindung nötig sein, um etwa ein Mailbox-System o. Ä. zu bedienen. Um die Tasten wieder auszublenden, klickt man einfach erneut auf das Symbol.

Die eigene Erreichbarkeit steuern

Vielleicht möchte man nicht immer erreichbar sein, um auch mal in Ruhe etwas Arbeit wegzuschaffen? Dann kann man den Online-Status auf “Bitte nicht stören” setzen (genauer auf die englische Version “Do Not Disturb – DND”). Dies wirkt sich übrigens nicht nur auf die Erreichbarkeit für Telefongespräche per Softphone aus, sondern auch auf den anderen direkten Kommunikationskanal Chat.

  • Am einfachsten geht das über die Statusleiste entweder im GREYHOUND Client oder im Softphone (die Wirkung ist jeweils dieselbe). Ganz links befindet sich hier den aktuellen Erreichbarkeitsstatus. Wenn man mit der rechten Maustaste darauf klickt, wird ein kleines Menü angezeigt, mit dem man zwischen Online und DND wählen kann. Die Änderung wirkt sich sofort aus, ein laufendes Telefongespräch wird durch einen Wechsel von Online auf DND allerdings nicht unterbrochen.
  • Alternativ kann man diese Einstellung auch in den Menüs der beiden Programme vornehmen. Im GREYHOUND Client befindet sich dies unter Datei/Onlinestatus. Im Softphone versteckt sich diese Option unter Anrufen/Onlinestatus.

Man kann diese Varianten nach Bedarf verwenden, da sie sich alle auf dieselbe Einstellung auswirken.

Status beim Anmelden nach Wunsch setzen

Wenn man sich beim GREYHOUND Server anmeldet, wird der Erreichbarkeitsstatus standardmäßig so gesetzt, wie er beim letzten Abmelden gewählt war. Man kann ihn aber auch immer automatisch auf Online oder DND setzen. Diese Einstellung wird im Benutzerkonto im Reiter “Telefonieverhalten” vorgenommen wird.

Verpasste Anrufe

Hat man Anrufe verpasst bzw. konnte diese nicht entgegennehmen, verzeichnet das Softphone diese in der Kategorie Ereignisprotokoll. Hier findet sich jeweils ein Eintrag “Verpasster Anruf von <…” mit der Nummer des Anrufers. Für einen Rückruf reicht ein Doppelklick auf den Eintrag. Dann wählt das Softphone diese Nummer unmittelbar.

Andere Teilnehmer per Softphone anrufen

Selbstverständlich kann man auch andere Teilnehmer von sich aus anrufen. Dafür bieten das Softphone und auch der GREYHOUND Client verschiedene Möglichkeiten:

Kontaktdaten aus dem Softphone heraus auswählen

Eine bequeme Möglichkeit, bestimmte Personen anzurufen, deren Kontaktdaten in GREYHOUND gespeichert sind, bietet das Softphone mit der Kategorie “Kontakte”. Wie an anderen Stellen in GREYHOUND auch, kann man hier den Namen eines Kontakts angeben. Dazu genügt ein ausreichend eindeutiger Bestandteil des Namens wie z. B. “Mül” für alle Kontakte mit dem Namen “Müller”, “Müllabfuhr”, “Mülheim AG” usw. Mit [Eingabe] erhält man eine Liste mit Telefonnummern, die den passenden Kontakten zugeordnet sind. Ein Doppelklick auf einen der Listeneinträge wählt diese Nummer direkt.

Direktwahl der Telefonnummer im Softphone

Für Teilnehmer, deren Nummern (noch) nicht in GREYHOUND hinterlegt sind, kann man die Telefonnummer auch direkt wählen. Dazu ist einfach die virtuelle Tastatur zu verwenden, die in der Kategorie “Telefongespräch” angezeigt wird, solange noch keine Verbindung aufgebaut ist. Dabei muss man auch nicht unbedingt die angezeigten Tasten per Maus anklicken, sondern kann auch die Zifferntasten auf der PC-Tastatur bzw. am besten deren rechts abgesetzten Zahlenblock verwenden. Gewählt wird mit entsprechenden Schaltfläche oder [Eingabe] auf der Tastatur, wobei man auch hier genauso gut [Enter] auf dem abgesetzten Zahlenblock verwenden kann.

Telefonnummern per Klick im GREYHOUND Client anwählen

Aber auch direkt aus dem GREYHOUND Client heraus kann man Telefonnummern wählen, sofern diese in den Kontaktdaten hinterlegt sind:

  • Wann immer in einer Kontaktübersicht eine Telefonnummer angezeigt wird, kann diese angeklickt werden. Dies gilt z. B. für die Feldansicht, wenn die Anzeige von Telefonnummern dort aktiviert ist. Auch in der üblichen Kachelansicht für Kontakte werden Telefonnummern angezeigt und können dort mit einem Doppelklick (!) ausgewählt werden.
  • Standardmäßig öffnet man damit eine Abfrage, was genau mit dieser Nummer gemacht werden soll. Um die Nummer direkt anzuwählen, klickt man auf Mit Softphone anrufen.

Telefonate aufzeichnen

Das GREYHOUND Softphone bietet die Möglichkeit, Telefongespräche aufzuzeichnen. Dazu kann man jederzeit auf den „Aufnahmeknopf“ drücken und das Gespräch so ab diesem Zeitpunkt aufzeichnen. Die Aufzeichnung erfolgt in einer Audiodatei im gängigen WAV-Format. Nach dem Ende der Telefonverbindung kann eine Telefonnotiz erstellt werden, welche mit dieser WAV-Datei als Anhang versehen wird. So wird die Aufzeichnung über die Telefonnotiz dauerhaft mit diesem Gespräch und dem zugeordneten Kontakt verknüpft und ist später jederzeit schnell abrufbar.

Rechtliche Voraussetzungen beim Aufzeichnen beachten

Die jeweilige Rechtslage des Landes ist beim Aufzeichnen von Telefongesprächen unbedingt zu beachten! In Deutschland etwa ist das Mitschneiden von Telefonaten nicht gestattet, sofern nicht die ausdrückliche Zustimmung aller Gesprächsteilnehmer vorliegt. Diese muss eingeholt werden, bevor die Aufzeichnung gestartet wird. Deshalb gibt es in GREYHOUND auch keine Möglichkeit, Gespräch vollautomatisch mitzuschneiden, sondern dies muss bei jedem Telefonat jeweils manuell gestartet werden.

  1. Technisch ist das Aufzeichnen von Telefongesprächen ganz einfach. Sowie eine Verbindung besteht, kann man im Softphone unten rechts auf die Aufnahme starten-Schaltfläche klicken.
  2. Die Aufnahme läuft nun, bis man auf Aufnahme stoppen klickt oder das Telefongespräch beendet wird. Dann stoppt die Aufnahme automatisch.
  3. Erstellt man während oder im Anschluss an das Gespräch direkt eine Telefonnotiz, so wird die Aufnahme automatisch als Anhang an diese Notiz eingefügt. Hier kann man sie jederzeit öffnen und mit einem einfachen Medienplayer (wie etwa dem Windows Media Player) abspielen.

Schnellwahltasten – das Telefon schneller steuern

Das GREYHOUND-Softphone erlaubt es, bestimmte Telefoncodes als Schnellwahltasten zu definieren, die vor oder während einer Verbindung durch einfaches Anklicken verwendet werden können. So lassen sich bestimmte Telefonie-Funktionen, wie z. B. Halten oder das Auswählen einer zur verwendenden abgehenden Rufnummer, komfortabel nutzen, selbst wenn der SIP-Provider oder die interne Telefonanlage dazu individuelle Codes benötigt.

Schnellwahltasten definieren

Um eine Schnellwahltaste für eine bestimmte Funktion zur Verfügung zu haben, muss man diese einmalig für alle Softphone-Benutzer definieren:

  1. Mmit Einstellungen/Schnellwahltasten ist zunächst die Liste der Schnellwahltasten zu öffnen.
  2. Dann klickt man oben in der Symbolleiste auf die Schaltfläche Neuen Eintrag erstellen.
  3. Im anschließenden Dialog werden Bezeichnung, Aussehen und vor allem Funktionalität der Schnellwahltaste festgelegt:
  • Den Namen kann man beliebig wählen. Er dient nur der internen Verwaltung der Schnellwahltasten, z. B. in der gleichnamigen Listenansicht. Hier ist also durchaus Platz für erläuternde Kommentare.
  • Bei Typ der Schnellwahltaste wird unterschieden zwischen einer Nummer, die einem Telefonat vorausgeschickt wird (z. B. eine interne Direktwahl oder die Auswahl der abgehenden Rufnummer) und einem Kommando, mit dem sich während eines Telefonats eine bestimmte Funktion ausführen lässt, z. B. das Halten der Verbindung oder das Weiterleiten an einen anderen Anschluss). Von der hier getroffenen Auswahl hängt ab, wann das Softphone diese Schnellwahltaste anzeigt.
  • Die Button-Beschriftung wird im Softphone selbst angezeigt und sollte kurz aber deutlich ausfallen, damit sie gut auf die Schaltfläche passt und von den Anwendern eindeutig verstanden wird. Zusätzlich kann man für jede Schnellwahltaste ein Icon wählen, was die Unterscheidung zusätzlich erleichtern kann.
  • Im Feld Wählen folgt der eigentliche Code für das Steuern der Telefonie-Funktion. Hier sind genau die Ziffern und Zeichen einzugeben, die man für dieselbe Funktion auf einer realen Telefontastatur tippen würden.
  • Soll die zu wählende Rufnummer Teil des Codes werden, so platziert man die Einfügemarke an der entsprechenden Stelle und klickt unten auf “Rufnummer abfragen”. Dann wird der Platzhalter [$Number] an dieser Stelle eingefügt. Er sorgt dafür, dass das Softphone später an dieser Stelle die zu verwendende Telefonnummer des Gesprächspartners einfügt.
  1. Mit einem Klick auf “OK” lässt sich die neue Schnellwahltaste speichern.

Schnellwahltasten verwenden

Sind Schnellwahltasten definiert, so zeigt das GREYHOUND-Softphone sie automatisch passend zur Situation an. Solange noch keine Verbindung besteht, werden also alle Tasten vom Typ Nummer eingeblendet. Während einer Verbindung sieht man dann alle Tasten vom Typ “Kommando”. So kann man jederzeit die benötigten Telefonie-Funktionen mit einem Mausklick auswählen.